Archiv

Stellvertreter für die Ewigkeit

Grabstatuen wie diese des hohen Beamten Metjen dienten im Alten Ägypten als Stellvertreter des Verstorbenen, um sein dauerhaftes Weiterleben zu sichern. Als Abbild des Toten waren sie – in der Epoche des Alten Reiches (von ca. 2700-2130 v. Chr.) – in einem speziellen Raum, dem sog. „Serdab“, in der oberirdischen Grabanlage positioniert. Nur ein schmaler Schlitz verband die Kammer mit dem Rest der Anlage, ermöglichte dem Grabherrn so jedoch symbolisch Opfergaben anzunehmen. Die eigentliche Bestattung fand in einer unterirdischen Kammer statt, die nach der Beisetzung verschlossen wurde, während der oberirdische Bereich des Grabkomplexes zugänglich blieb.  ... 

Oríkì-Gedichte

Diese 1959 in Nigeria veröffentlichte Anthologie mit Original-Serigrafien der österreichischen Künstlerin Susanne Wenger (1915-2009) präsentiert Oríkì-Gedichte, die aus dem Yorùbá ins Englische übersetzt wurden. Oríkì sind bis heute im Alltag der Yorùbá allgegenwärtig und bilden ein eigenes literarisches Genre, das wiederum die kleinste Einheit vieler weiterer, traditionell mündlich überlieferter bzw. dargebotener Formen der Oratur darstellt. „Oratur“ ist ein Begriff, der heutzutage in Anlehnung an den Begriff „Literatur“ oft anstelle von „Oralliteratur“ bzw. „oralen Traditionen“ verwendet wird.  ... 

Mit dem Glauben unterwegs

Vielfältige Nutzungsspuren und ein zerriebener, zerbröselnder Einband lassen darauf schließen, dass dieses Exemplar des Katholischen Feldgesangbuchs aus dem Zweiten Weltkrieg lange in der Brusttasche eines Uniformhemds getragen wurde. Es gehörte, so verrät der Besitzeintrag, Feldwebel Heinrich Gamm aus Castrop-Rauxel. Seine Erben wussten es anscheinend nicht zu schätzen, so dass es vor einigen Jahren in das Gesangbucharchiv der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gelangte.  ... 

Die Objekte des Jahres 2015

Elf ganz unterschiedliche Objekte aus den Sammlungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben wir Ihnen in unserer Reihe „Objekt des Monats“ in diesem Jahr vorgestellt. Die spannenden Objektgeschichten gaben einen Einblick in die Vielfalt unserer Sammlungsbestände. Mit diesem Rückblick auf die gesammelten „Objekte des Monats“ 2015 wünschen wir den treuen Leserinnen und Lesern unserer Reihe schöne Weihnachtstage und einen guten Jahreswechsel! Im neuen Jahr geht es weiter mit unserer Reihe – in einem veränderten Format! Lassen Sie sich überraschen!  ... 

Von Menschen und anderen Affen

Die Osteologische Lehrsammlung des Instituts für Anthropologie umfasst vor allem Replikate heute lebender und ausgestorbener Primaten-Arten. Die gezeigten Schädel sind solche Replikate, und zwar vom Menschen (Homo sapiens), von einem Lemuren (Lemur catta), einem Neuweltaffen (Cebus olivaceus) und einem Schimpansen (Pan troglodytes). Die letzten drei Vertreter sind in Madagaskar, Südamerika und Afrika beheimatet, finden sich aber auch in diversen Zoos. Insbesondere durch die Vernichtung des Lebensraumes und direkte Bejagung sind zahlreiche Primaten-Arten in ihrem Bestand und letztlich in ihrem Überleben in der freien Wildbahn bedroht. Von dieser Bedrohung sind auch Arten wie der hier gezeigte Gemeine Schimpanse oder dessen kleinerer Verwandter, der Zwergschimpanse, betroffen.  ... 

Zinnober

Zinnober ist das bekannteste Quecksilbererz. Wissenschaftlich wird das Mineral „Cinnabarit“ genannt – abgeleitet vom lateinischen Wort „cinnabaris“, das wiederum auf den persischen Begriff „zinjfrah“ zurückgeht – zu Deutsch: „Drachenblut“. Diesen Namen verdankt Zinnober seiner hellroten, aber auch braunroten bis schwarzen Farbe. Das Erz gehört zur Mineralklasse der Sulfide und hat die chemischen Formel HgS. Nur selten bildet es schöne tafelige oder prismatische Kristalle des typischen trigonalen (d.h. mit dreizähliger Achse) Kristallsystems aus, stattdessen liegt es meist in derben bis körnigen Massen vor. Es ist relativ weich, laugen- und säureresistent und löst sich nur in Königswasser.  ... 

"Owó Ẹ̀jẹ̀" [dt.: Blutgeld]

Dieses auf den ersten Blick eher unscheinbare, etwas abgenutzt wirkende Buch ist eine kleine Kostbarkeit. Es handelt sich um einen Detektivroman des nigerianischen Schriftstellers Kọ́lá Akínlàdé (geb. 1924), der 1976 unter dem Titel "Owó Ẹ̀jẹ̀" [dt.: Blutgeld] auf Yorùbá, einer der wichtigsten Sprachen Nigerias, veröffentlicht wurde und in dem ein Meisterdetektiv den Mord an einem jungen Migranten aufklärt. Wie viele seit dem vergangenen Jahrhundert in Afrika lokal publizierte literarische Werke ist der Roman längst vergriffen und sogar in Bibliotheken nicht oft zu finden – auch in Nigeria selbst, obwohl der Roman dort vor zehn Jahren erfolgreich verfilmt wurde und als Klassiker der modernen Yorùbá-Literatur gilt.  ... 

Stethoskop mit Elfenbein-Aufsatz

Ein unscheinbares, kurzes Rohr aus Holz mit einem tellerförmigen Aufsatz, wahrscheinlich aus Elfenbein – würde dieser schlichte Gegenstand nicht in der Medizinhistorischen Sammlung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz aufbewahrt, rätselte man wohl lange, worum es sich handelte. So wird beim näheren Hinsehen klar: Es ist ein "Hörrohr", vermutlich aus den 1830er- bis 1840er-Jahren. Wozu diente solch ein Hörrohr? Es wurde von Ärzten als Instrument benutzt, um Herz- und Lungengeräusche zu entdecken und zu beurteilen. Man setzte es auf den Brustkorb der Patienten auf.  ... 

Protokollbuch des Rotbuch-Kollektivs

So unscheinbar es wirkt, ist das Protokollbuch des Rotbuchkollektivs mit dem programmatischen Titel des Buches: „Ab jetzt wird alles ganz anders!“ doch eines der für die Wissenschaft wertvollsten Objekte des Mainzer Verlagsarchivs. Um seine Bedeutung zu erfassen, muss man sich über den besonderen Stellenwert des Rotbuch Verlags im Klaren sein: Der Verlag wurde 1973 in Berlin als Abspaltung von Mitarbeitern des Verlags Klaus Wagenbach gegründet.  ... 

Kerne einer Kulturrebe "Vitis Vinifera"

Der Wein als ein Produkt aus den Früchten der Wein-Rebe ist heute nicht mehr aus unserem Kulturkreis wegzudenken. Er gehört zu familiären und gesellschaftlichen Anlässen, zu Gesprächen und gemütlichem Beisammensein. Gemessen an der Menschheitsgeschichte ist dieses alkoholische Getränk im mitteleuropäischen Raum relativ jung. In den Jahrhunderten vor Christi Geburt wurde Wein nach Mitteleuropa importiert, allerdings war er nur für die wirtschaftlich besser gestellte Bevölkerung erschwinglich.  ... 

LP Fela Kuti Johnny Just Drop (J. J. D. Live!! at Kalakuta Republik)

Auf der ursprünglich 1977 erschienenen, inzwischen vielfach neu aufgelegten Langspielplatte "Johnny Just Drop" präsentiert sich der nigerianische Musiker Fela Kuti als der musikalische Langstreckenläufer, als der er Mitte der 1970er-Jahre bereits bekannt war: Die Platte, die noch bis zum 1. Juni 2015 in der Ausstellung "Wertsachen. Die Sammlungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz" im Rathaus der Stadt Mainz zu sehen ist, enthält lediglich das titelgebende, über 23 Minuten lange Stück, aufgeteilt auf die A- und B-Seite. Die Illustrationen auf Vorder- und Rückseite des Covers der Platte bebildern humorvoll das Thema dieses Liedes.  ... 

Ritualbild des Guruda

Obwohl der Buddhismus die Hauptreligion der Bevölkerungsmehrheit der Insel Sri Lanka ist, existieren im Glauben der Menschen noch zahlreiche Götter- und Dämonenkulte. Magische Riten besänftigen den Zorn der übernatürlichen Wesen und sorgen für das diesseitige Glück. Die Rituale, die in diesen Fällen als Schutzzauber angewandt werden, nennt man Bali-Rituale (sprich Balli). Eine wichtige Funktion während einer solchen Zeremonie nehmen die Bali-Bilder ein. Dabei handelt es sich um Figuren, die auf einem hölzernen, mit einem Baumwolltuch bespannten Rahmen aus Lehm reliefartig herausgeformt werden. Mit Farbe ausgemalt, repräsentieren sie während der Kulthandlung die beteiligten Dämonen, Gottheiten oder Planeten.  ... 

Stabkarten von den Marshallinseln

Im Jahr 1950 verkaufte Adolf Rittscher aus Lübeck dem damaligen Institut für Völkerkunde der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zwei sogenannte Stabkarten: Dünne Mittelrippen aus Kokospalmwedeln sind mit Pflanzenfasern zu einem Gitter verbunden, auf dessen Kreuzungspunkten Korallenstücke befestigt sind. Solche Stabkarten sind nur von den Marshallinseln im Westpazifik bekannt.  ... 

Porträt-Medaillon

"Auf dem meinigen Ikon scheint mir eine Frau dargestellt zu sein. Der Gesichtstypus erinnert etwas an ein Mumienbild. Anders sind nur die Grübchen unter den Augen. Der obere Teil des Gewandes ist noch sichtbar. Jedenfalls sollte es eine Heilige sein." So beschrieb Johann Georg Herzog zu Sachsen die Porträtbüste auf dieser nur 8,5 cm großen runden Holzscheibe, die er 1927 im Kunsthandel in Kairo erwarb. Sie gehört heute zur Prinz Johann Georg-Sammlung des Instituts für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität und wird im Landesmuseum Mainz aufbewahrt.  ... 

Terra-Sigillata-Schüssel

Wer in der Römerzeit reich war und das Bedürfnis verspürte, das auch zu zeigen, speiste aus Gold- oder Silbergeschirr. Breiten Bevölkerungsschichten war solches Protzen natürlich nicht vergönnt. Der "Normalverbraucher" durfte damals zufrieden sein, wenn er gute, wasserdichte Tongefäße sein Eigen nennen konnte.  ... 

Modell eines Tannenzapfens

Was liegt näher, als im Dezember ein Objekt in den Blickpunkt zu rücken, das eine Beziehung zum Weihnachtsfest hat? Ausgerechnet in der Sammlung "Mathematik be-greifen" an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) wird ein Objekt aufbewahrt, das Assoziationen zu den Tannenbäumen weckt, die alljährlich viele Wohnzimmer schmücken. Unter den rund 70 Exponaten, die es Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ermöglichen, Mathematik spielerisch durch eigenes Experimentieren zu entdecken, sticht ein Stück besonders hervor: ein überlebensgroßer, grüner Tannenzapfen.  ... 

Tanz nach dem Krieg

Wie ein hysterisch-ekstatisches Wimmelbild grotesk deformierter Figuren erscheint der Holzschnitt "Tanz nach dem Krieg", den der rheinland-pfälzische Künstler Johann Georg Müller (1913-1986) einige Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs schuf. Er gehört heute zur Grafik-Sammlung im Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft (IKM) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.    ... 

Phonolith

Der Phonolith ist ein vulkanisches, meist graugrünes alkalireiches Gestein und wurde vom Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) und der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften (DGG) zum Gestein des Jahres 2014 ausgewählt.  ... 

Kudurru des Marduk-apla-Iddina II

Schon im alten Mesopotamien konnten hochrangige Beamte für ihre Dienste mit Schenkungen oder Freistellungen belohnt werden, über die sie dann eine in Keilschrift verfasste Besitzurkunde erhielten. Von der Mitte des zweiten Jahrtausends bis etwa 700 v. Chr. wurden einige dieser Urkunden zusätzlich in Form kleiner, reliefverzierter Stelen in Tempeln aufgestellt.  ... 

Schreiber-Statue des Henka

Ägyptische "Schreiber" – oder genauer gesagt: ägyptische Beamte – erfüllten im Alten Ägypten eine Vielzahl an Aufgaben und konnten in unterschiedlichsten Funktionen eingesetzt sein. Je nach Position in der Beamtenhierarchie reichte dies vom Anfertigen einfacher Schriftstücke bis hin zur Verwaltung ganzer Tempelbezirke mit zahlreichem Personal und aufwendiger Logistik. Wanddarstellungen in Gräbern zeigen, dass es ganze Schreiberstuben gab, in denen die "Verwaltungsangestellten" wie in einem Großraumbüro Schreibarbeiten erledigten.  ... 

Granit

Granit ist in der petrologischen Sammlung des Instituts für Geowissenschaften von mehreren Fundorten bekannt. Der Granit ist das bekannteste und häufigste Gestein der Erdkruste – sehr bekannt ist daher auch der Merksatz: "Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess' ich nimmer". Granit besteht hauptsächlich aus diesen drei Komponenten.  ... 

Amtstrachten der JGU

Als bei der Hamburger Rektoratsfeier 1967 zwei Studenten ein Transparent mit der Aufschrift "Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren" entrollten, konnten sie nicht ahnen, dass sie damit den wohl bekanntesten Slogan der Studentenbewegung schaffen würden. Der Protest der Studenten richtete sich gegen die schlechten Zustände im Bildungswesen und gegen die Dominanz der Ordinarien an den Universitäten. Nicht zuletzt spielte der Slogan auch auf die unbewältigte und tabuisierte NS-Vergangenheit der Universitäten an.  ... 

Daktyliothek des Sebastian Hess

Vor gut 50 Jahren erhielt das Institut für Klassische Archäologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz aus der Schweiz eine fünfbändige Sammlung von Gipsabdrücken antiker und neuzeitlicher Gemmen zum Geschenk. Diese sogenannten Daktyliotheken wurden in der Forschung lange nicht beachtet und erfahren erst gegenwärtig wieder großes Interesse. Für die Gelehrten der Goethezeit waren sie unverzichtbare Wissensspeicher.  ... 

Amethyst

In der mineralogischen Schausammlung des Instituts für Geowissenschaften sind mehrere Amethyste ausgestellt, darunter eine in Brasilien gefundene, etwa 1,20 Meter große Amethystdruse, deren äußere Form an einen Osterhasen erinnert.  ... 

"Chant du Nègre… Chant du Monde…"

Angesichts der jüngsten Diskussionen in Mainz um das Wort "Neger" und um das Logo einer Dachdeckerfirma entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, als Objekt dieses Monats mit Lamine Kontés "Chant du Nègre… Chant du Monde…" eine Schallplatte zu wählen, die diesen heute als rassistisch empfundenen Begriff offensiv im Titel führt.  ... 

Die große Agave Maguey Pulque

Zu den wissenschaftlichen Sammlungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zählt auch der Pflanzenbestand des Botanischen Gartens. Wie für Objekte musealer Sammlungen existiert zu jeder Pflanze eine umfangreiche Dokumentation. Sie beinhaltet neben taxonomischen Daten wie Name und Heimat möglichst genaue Herkunftsdaten, Angaben zur wissenschaftlichen Bestimmung, zum Standort im Garten, zu Blühereignissen, Kulturansprüchen und vieles mehr.  ... 

Ossuar aus dem Heiligen Land

Im Monat des Hochfests der Heiligen Drei Könige wird ein Knochenkasten – ein Ossuar – aus dem Heiligen Land vorgestellt. Mit insgesamt sieben Exemplaren verfügt das Seminar für Altes Testament und Biblische Archäologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz über einen der größten Sammlungsbestände dieser Art in Europa.  ... 

Kaolinit

Als letztes Monatsobjekt 2013 wird ein besonderes Mineral aus dem Besitz der Mineralogischen Sammlung des Instituts für Geowissenschaften vorgestellt, das von der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften (DGG) und dem Bund deutscher Geowissenschaftler sogar zum Gestein des Jahres 2013 gewählt wurde.  ... 

Ein römischer Denar

Antike Münzen sind kleine, mit verschiedenen Bildern und Wörtern verzierte Metallstücke. Für den Laien ist oft schwer nachvollziehbar, welche historischen Informationen sich in diesen kleinen Objekten verstecken. Als Beispiel dient ein römischer Denar, der sich seit dem Jahr 1988 im Besitz der Münzsammlung der Alten Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz befindet.  ... 

Der Bodhisattva als Musiker Guttila

Ein besonders feines Exemplar der Sammlung Indische Bronzen • Sammlung Ursula Walter ist die Darstellung des Buddha in einer seiner früheren Geburten als Musiker Guttila. Noch ist er ein Bodhisattva, ein in einer zukünftigen Geburt zur Buddhaschaft bestimmtes Wesen.  ... 

Die Mosaiken im Lichthof

Die im Treppenhaus des Georg Forster-Gebäudes aufgehängten Kopien von spätantiken und frühbyzantinischen Mosaikbildern gehören zu den Sammlungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Ursprünglich wurden sie für die Ausstattung des im Jahr 1960 neueröffneten Instituts für Kunstgeschichte in der Binger Straße vom damaligen Direktor, Prof. Friedrich Gerke, erworben.  ... 

Die Häutung des Marsyas

Das Objekt des Monats August ist in der Abguss-Sammlung des Instituts für Klassische Archäologie zu sehen. Es handelt sich um einen Gipsabguss einer antiken Marmorstatue in der Münchner Glyptothek (Inv. 280), die wiederum eine römische Kopie eines heute verlorenen hochhellenistischen Bronzeoriginals aus der Zeit der Wende vom 3. zum 2. Jahrhundert v. Chr. ist.  ... 

Meermandel-Muschel

Vor 31 Millionen Jahren waren weite Gebiete Rheinhessens von einem bis zu 200 Meter tiefen subtropischen Meer bedeckt. In den Ablagerungen werden noch heute fossile Überreste der damals hier lebenden Tiere gefunden. Unter den Muscheln ist die Glycymeris oder Meermandel-Muschel besonders häufig anzutreffen.  ... 

Moses von Michelangelo

Der Abguss dieser berühmten Skulptur von Michelangelo kam bereits im 19. Jahrhundert nach Mainz und war Teil der Sammlung des "Vereins der Freunde plastischer Künste", der Abgüsse berühmter Statuen vom Apoll vom Belvedere bis zu Michelangelos Moses nach dem damaligen Zeitgeschmack sammelte und die Bevölkerung von Mainz.  ... 

Der Mainzer Lekanis-Deckel

Das erste Objekt des Monats stammt aus der Originalsammlung des Instituts für Klassische Archäologie der JGU. Es handelt sich um einen um 410 v.Chr. in Athen gefertigten Deckel einer Lekanis. Dieses Gefäß wurde  in der Antike entweder als Brautgeschenk oder Totengabe verwendet. Die dargestellten Frauenfiguren stehen für ein anspruchsvolles, durchaus moralisch gemeintes Programm.  ...